Das Google Marketing Live 2019 Event findet aktuell statt. Der Livestream kann auch heute wieder ab 17 Uhr angeschaut werden. Für alle, die es verpasst haben, hier kann der Tag 1 nochmal angeschaut werden. Google hat gestern am 14.05.2019 zwei neue Werbeformate vorgestellt, mit welchen die Zielgruppen besser eingegrenzt werden können. Zusätzlich erhält Youtube ein neues Tool für Bumper Ads, welches das Werben einfacher machen soll.

Discovery Ads Youtube

Google hat gestern auf der Marketing Live 2019 die sogenannten Discovery Ads vorgestellt. Diese werden vorerst über den Entdecken Feed (Discovery Feed) in der Google App, auf Youtube sowie im Google Mail Gmail verfügbar sein.

Dieses Werbeformat wird laut Google mithilfe von Machine Learning nur den relevantesten Nutzern sowie sehr prominent platziert ausgespielt. Die Discovery Ads werden also in unmittelbarer nähe der Hauptinformationen für den Nutzer ausgespielt und sollen damit besonders Relevant sein.

Durch die Reduzierung von Streuverlusten konnte Google in den ersten Tests eine Reduzierung des CPOs von rund 20 Prozent erreichen. Im nachfolgenden Beispiel erste Impressionen der Discovery Ads.

Discovery Ads Youtube

Discovery Anzeigen auf Youtube, im Discovery Feed sowie auf Gmail (Quelle: Google)

Gallery Ads

Die sogenannten Gallery Ads sind eine Kombination von Display- und Textanzeigen. Sie können zwischen 4 und 8 Bilder pro Anzeige erhalten und ermöglichen dem User eine Art „durchwischen“. Mit dem Wischen alleine kommt der User noch nicht auf die entsprechende Landingpage, dazu ist weiterhin ein Klick notwendig. Die Gallery Ads erinnern ein wenig an die Karussell Ads von Facebook.

Den Gallery Ads kann eine Beschreibung von maximal 70 Zeichen sowie 3 Headlines hinzugefügt werden. Kosten fallen jedoch schon beim reinen durchwischen an, auch ohne das der User einen Klick betätigt. Dies sei laut Google jedoch auf einmalige Kosten pro User, Tag und Device limitiert.

Youtube Bumper Ads

Mit der neuen Funktion in den Bumper Ads vereinfach Google das Werben auf der Plattform Youtube. Die Bumper Ads haben eine länge von genau 6 Sekunden. Da es für Werbetreibenden nicht ganz einfach ist, solche Kurzvideos zu erstellen, stellt Google die Bumper Ads Machine zur Verfügung.

Mit der Bumper Ads Machine können längere Videos in kurze Bumper Ads umgewandelt werden. Das Tool setzt dabei auf Machine Learning und erkennt die relevanten und wichtigen Szenen selbständig. So soll lauf Google die Markenbotschaft des Videos nicht verloren gehen. Nach der Umwandlung steht das Video direkt als Werbemittel zur Verfügung und kann für die nächste Bumper Kampagne verwendet werden.

Youtube Bumper Ads Machine

Für einen Test wurde ein 13 Sekündiges Video von Grubhub (ein Bringdienst aus der USA) in ein 6 Sekunden Bumper Ad umgewandelt. Hier beide Videos im Vergleich:

Und hier die halbierte 6 Sekunden Version nach der Umwandlung:

t3n.de sagt dazu folgendes:

In der Bumper Ad bleiben zwar die auf Menschen fokussierten Einstellungen im Mittelteil und die beworbene Marke am Schluss erhalten, es fehlt aber der Erzählbogen. Die Exposition der Szene, in der die Frau zur völlig verschneiten Tür geht und vom wetterfesten Lieferanten positiv überrascht wird, geht verloren. Entsprechend schmalbrüstiger fällt die Botschaft der Werbung aus.

 

Shopping Ads

Auch bei den Google Shopping Ads gibt es spannenden Neuerungen. Zum Beispiel werden zukünftig konkrete Produktsammlungen auf personalisierten Webseiten für jeden einzelnen User verfügbar sein. Das Gleiche gilt für Youtube und ebenso für die Bildersuche in Google. Ebenso soll transparenter werden, wer hinter den Angeboten steckt, sei dies ein Onlineshop, eine Shopping App, ein lokales Angebot oder Google selbst.

Eine weiteres Konzept stellt Shopping Kampagnen mit Partnern dar. Dabei sollen nicht mehr nur die Händler für die Shopping Kampagnen zuständig sein! Damit hätten scheinbar die Marken selbst ebenso ein Wort mit zu reden, welche Produkt bevorzugt beworben werden sollen. Wie das funktionieren soll, lässt Google dabei aber leider noch offen. Klar ist, das würde wohl zu grossen Problemen in der Zusammenarbeit zwischen Händler und Marken hinsichtlich WKZ, Marge oder Transparenz führen.

Aktuell ist noch nicht bekannt, ob und wann die neuen Shopping Kampagnen in der Schweiz verfügbar sind. Nach der USA und Frankreich sollen dieses Jahr aber noch weitere Märkte angeschlossen werden.

 

Livestream & Replay 14.05.2019

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