Mit einem neuen Jahrzehnt vor uns ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um die aktuelle SEO-Strategie des E-Commerce Shops neu zu bewerten.

Eine Google-, Bing- oder Yahoo-Suche ist fast immer der Beginn der Reise eines Käufers zu Ihrer Website. Durch geeignete SEO-Techniken wird sichergestellt, dass Sie den besten ersten Eindruck hinterlassen.

SEO ist eine sehr komplizierte Baustelle und hängt von vielen Faktoren ab. Ebenso dreht sich diese Baustelle laufend, sodass es extrem komplex und aufwändig ist, Schritt zu halten. Mit dieser E-Commerce SEO Checkliste wollen wir dir einen Schritt in die richtige Richtung mitgeben.

 

Technische SEO-Checkliste für E-Commerce

Technisches SEO ist die Grundlage für eine erfolgreiche SEO-Strategie. Als SEO Agentur wissen wir genau, worauf es ankommt.

Befolgen Sie diese Schritte, um sicherzustellen, dass Ihre technische Suchmaschinenoptimierung auf dem neuesten Stand ist:

1. Stellen Sie sicher, dass Ihre Website gecrawlt und indexiert werden kann

Wenn eine Suchmaschine Ihre Website nicht crawlen (lesen) kann, kann sie Ihre Inhalte logischerweise nicht bewerten.

Insbesondere können auch Ihre Produkte nicht in den Suchergebnissen wiedergegeben werden.

Wichtige Faktoren zur Platzierung in einer Suchmaschine sind: Indexierbarkeit, Ladezeit, Userfreundlichkeit, Inhalte, Schema Angaben und Optimierung für Mobile Geräte.

Wenn diese Elemente korrekt eingerichtet sind, wurde bereits vieles richtig gemacht.

2. Beheben Sie Seiten mit 4XX-Fehlern

Die Google Search Console ist ein unglaublich nützliches Tool für alle Webseiten.

Sobald Ihre Site überprüft wurde, sollte Ihr erster Schritt darin bestehen, alle Seiten zu prüfen, auf denen Fehler ausgewiesen werden.

Hierbei handelt es sich um fehlerhafte Seiten, die von Google nicht gecrawlt werden können, häufig aufgrund einer veralteten Sitemap, veralteter Produkte oder eines vorübergehenden Serverfehlers.

3. Überprüfen Sie ausgeschlossenene Seiten

Sie sollten auch Ihre ausgeschlossenen Seiten überprüfen, da Google sie aufgrund des Codes in Ihrer robots.txt Datei nicht indizieren kann. 

Obwohl diese Liste häufig aus Seiten besteht, die von einer Suchmaschine ohnehin nicht gecrawlt werden sollen, z.B. der Warenkorb oder die Kundenprofilseiten, sollten Sie überprüfen, dass keine wesentlichen Seiten für die Suchmaschinen-Crawler blockiert werden.

4. Fügen Sie Ihrer Seite „Schema Markup“ hinzu

Das Schema-Markup ist eine Reihe von HTML-Tags, mit denen Google Preise, Bewertung, Verfügbarkeit und weitere Produktdetails direkt in den Suchergebnissen anzeigen kann.

Das Hinzufügen zu Ihrer Website ist in der Regel einfach und es bringt viele Vorteile – auch für das SEO Ranking.

Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Produkte auf der ersten Ergebnisseite und auf der Registerkarte „Einkaufen“ von Google perfekt dargestellt werden. Mit ausgewiesenem Preis, Verfügbarkeit und Kundenbewertungen. Dadurch wird die Klickrate erhöht, welche ein beachtlicher Faktor in der Suchmaschinenoptimierung darstellt. 

Sie können Ihr aktuelles Schema-Markup-Setup im Produktbericht der Google Search Console anzeigen. Oder die Snippets der Konkurrenz hier im Testtool für strukturierte Daten testen. An dieser Stelle empfehlen wir auch unser JSON-LD FAQ Schema Generator. Mit diesem FAQ Schema Generator kannst du ganz einfach deinen FAQ Sektor zusammenstellen und als Script auf deiner Webseite implementieren. Das ganze funktioniert durch den Generator ganz ohne Code wissen. Einfach die Fragen und Antworten eingeben und im Testtool für strukturierte Daten bei Google testen. Danach als <script> auf deiner Webseite implementieren.

 

E-Commerce Keyword Checkliste

Sobald Ihre technische Suchmaschinenoptimierung solide ist, sollten Sie Ihre aktuellen Keywords bewerten und testen, welche Seiten für welche Keywords in den Suchmaschinen erscheinen.

5. Spezifische, Transaktionsorientierte Keywords

Einer der grössten Fehler, den E-Commerce Shops machen, ist die Ausrichtung auf die falschen Keywords.

Viele suchen nach Begriffen mit dem höchsten Suchvolumen für eine Marke.

Obwohl sie in der Analyse grossartig aussehen, sind es die spezifischeren Keywords mit geringerem Suchvolumen, welche die Conversions erzielen.

Beispielsweise haben „Adidas Codechaos Golfschuhe“ möglicherweise kein beeindruckendes Volumen im Vergleich zu „Adidas“ oder „Adidas Schuhe“. Der spezifischere Begriff führt jedoch direkt zu Ihrer Produktseite, und Suchende finden genau das, wonach sie suchen und ist entsprechend Transaktionsstärker.

6. Konzentrieren Sie sich auf die Keyword Absichten

Sie müssen dafür sorgen, dass die Keywords, auf die Sie abzielen, die richtige Suchabsicht widerspiegeln.

Mithilfe von RankBrain kann Google feststellen, ob eine Abfrage informativ oder transaktional ist. Als E-Commerce-Website möchten Sie sicherstellen, dass Sie auf Transaktionsstarke Keywords ausgerichtet sind.

Sie können den Typ eines bestimmten Begriffs identifizieren, indem Sie ihn in einem Inkognito-Fenster googlen, um zu sehen, welche Ergebnisse angezeigt werden. So können Sie einfach herausfinden, in welche Kategorie Google das entsprechende Keyword einteilt.

7. Konkurrenzieren Sie sich nicht selbst

Wenn Sie die richtigen, Transaktionsstarken Keywords gefunden haben, müssen Sie dafür in den Suchergebnissen erscheinen. Um das zu schaffen, sollten sich Ihre Seiten auf keinen Fall um die gleichen Keywords „streiten“.

Wenn zwei Seiten für eine bestimmte Abfrage erscheinen, weiss Google nicht, welche zuerst oder überhaupt angezeigt werden soll. Oft kommt es dann vor, dass beide Seiten nicht in den Suchergebnissen erscheinen – das gilt es zu verhindern!

Die Google Search Console kann Ihnen die Ranking Position, Klicks, Impressionen und Klickraten für die Seiten Ihrer Website anzeigen, um zu prüfen, ob für bestimmte Keywords ein selbstverschuldeter Wettbewerb besteht.

 

Checkliste für E-Commerce Content

Content ist einer der wichtigsten Faktoren für Platzierungen in den grössten Suchmaschinen.

Möglicherweise haben Sie andere Prioritäten als lange und ausführliche Inhalte zu produzieren. Lieber investieren Sie mehr Zeit um Ihre Anzeigen in Google zu optimieren. Am besten mit YEP als Google Ads Agentur ;). Langfristig gesehen ist es extrem wichtig, in Content zu investieren. Für E-Commerce Webseiten können das zum Beispiel Produktvorstellungen, eigene Bewertungen, Tests, Erklärungen zur Bedienung, allgemeine Branchennews oder spezifische Produktankündigungen sein.

8. Vermeiden Sie doppelte Inhalte (Duplicated Content)

Google liebt einzigartige, qualitativ hochwertige Inhalte. Webseiten mit kopierten Inhalten werden auf der anderen Seite massiv benachteiligt bzw. bestraft. Dies kann bis zum Ausschluss aus den Suchresultaten führen.

Wenn über 60% der Informationen einer Seite mit denen einer anderen Seite übereinstimmen, kann Google davon ausgehen, dass sie kopiert wurden.

Wenn Sie aus E-Commerce-Sicht einzelne Produktseiten für denselben Artikel haben, jedoch in unterschiedlichen Farben oder Grössen, können diese Seiten als Duplikate betrachtet werden.

Durch die Konsolidierung all dieser Optionen auf eine einzige Produktseite mit zusätzlicher Auswahl zur Farbe & Grösse wird nicht nur dieses Problem behoben, sondern auch sichergestellt, dass Ihre Website benutzerfreundlicher ist.

9. Verbessern Sie „Thin“ Content

Google ist auch auf der Suche nach Seiten mit wenig oder nicht ausreichend Inhalt.

Wenn eine Produktseite keine detaillierte Beschreibung und keine für den Artikel spezifischen Bilder enthält, wird sie möglicherweise nicht indexiert.

Der Grund dafür ist, dass Google nicht glaubt, dass die Seite die Suchabsicht des Nutzers erfüllt, da nur wenige Informationen zur Verfügung stehen.

Sehen Sie sich Ihre Produkte an, um sicherzustellen, dass alle Beschreibungen, Bilder, technischen Daten und sonstigen wichtigen Informationen klar definiert sind und den Besuchern zur Verfügung stehen. Dies Optimierung verbessert auch die Conversion Rate!

10. Mobile-First Indexierung

Für mindestens 90% der Websites verwendet Google jetzt die Mobile-First Indexierung, um Ihr Ranking anhand des Inhalts Ihrer mobilen Website und nicht anhand der Desktop Variante zu ermitteln.

Heutzutage überwiegen in fast allen Branchen die Zugriffe über mobile Geräte gegenüber dem Desktop. Deswegen ist es essenziell, die eigene Webseite, bzw. den E-Commerce Store für die mobilen Geräte zu optimieren.

Stellen Sie sicher, dass Sie detaillierte, sichtbare Inhalte auf Ihrer mobilen Website haben, damit diejenigen mit Kaufabsicht Ihr Produkt effektiv finden können.

Auf mobilen Geräte ist auch die Ladezeit extrem wichtig. Die Besucher sind ungeduldig und springen bei langen Ladezeiten der Webseite schnell ab. Unternehmen Sie alles, um die Ladezeit bestmöglich zu Optimieren.

Responsive Design ist schon lange nicht mehr optional sonder ganz klar Pflicht für jede Webseite!

 

SEO E Commerce Checkliste

 

Zusammenfassung

Sie sollten mindestens folgendes aus diesem Beitrag mitnehmen:

  • Unterschätzen Sie nicht die Rolle, die technisches SEO in den Rankings Ihrer Website spielt. Technische Elemente wie Crawlbarkeit und Schema-Markups sind für Ihren Erfolg von entscheidender Bedeutung.
  • Richten Sie Ihre SEO-Keywords nicht falsch aus. Kennen Sie den Unterschied zwischen Transaktions- und Informationsanfragen und priorisieren Sie Keywords welche den Umsatz steigern.
  • Vermeiden Sie duplicated Content und verbessern Sie Seiten mit wenig Inhalten  auf Ihrer Website, da dies die Chance Ihrer Website auf ein effektives Ranking drastisch verringern kann. Die mobile Version Ihrer Website sollte auch für die Mobile-First-Indexierung von Google optimiert sein.

Wenn Sie sich auf diese drei Hauptbereiche konzentrieren, wird Ihre E-Commerce-Website auch die nächsten Google Updates überstehen und weiter wachsen!

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