Google hat im Februar angekündigt, den Messwert „Anteil an möglichen Klicks“ ebenfalls für Suchkampagnen in Google Ads anzubieten.  Der Messwert war bereits seit längerem für Google Shopping (ebenfalls für Google Comparison Shopping Kampagnen) verfügbar.

Was sagt Anteil an möglichen Klicks aus?

Laut Google kann damit gemessen werden, wie viele Klicks mehr für eine Kampagne möglich wären. Dabei spielen Qualitätsfaktoren, Gebote, Budget, Anzeigenrelevanz und Anzeigenerweiterungen eine Rolle. Der Messwert ist daher ebenfalls mit dem „Shared Impressions Search“ zu vergleichen. Bei diesem wird berechnet, in wie viel potentiellen Suchanfragen Ihre Anzeige eine Impression erhält und wie viel Potential entsprechend noch vorhanden wäre.

Der neue Wert „mögliche Klicks“ kann über die Spaltenoption bei „Wettbewerbsmesswerte“ eingefügt werden.

 

 

Anteil an möglichen Klicks

Welche Erkenntnisse liefert der neue Messwert für Suchkampagnen?

Der neue Messwert gibt eine grobe Schätzung des „liegen gelassenen“ Potentials einer Suchkampagne in Google Ads. Er zeigt, wie viele Klicks zusätzlich generiert werden könnten.

Wenn der neue Messwert mit dem bereits bestehenden Messwerte „Anteil möglicher Impressions“ kombiniert wird, können spannende Massnahmen daraus abgeleitet werden. Wir haben dafür vier möglich Szenarien identifiziert.

 

Vergleich IS und mögliche Klicks

Hoher Anteil an möglichen Klicks sowie hoher Anteil an möglichen Impressions

Wenn sich der Wert der möglichen Impressions und der möglichen Klicks auf dem selben Niveau bewegen, gibt es nicht viel zu tun. Natürlich ist ein hoher Wert in beiden Messwerten schön anzusehen, die Rentabilität muss dabei aber ebenfalls berücksichtigt werden! Das der Wert bei beiden bei beinahe 100% liegt, die KUR jedoch stark darunter leiden könnte, muss immer berücksichtigt werden.

Hoher Anteil an möglichen Klicks aber niedriger Anteil an möglichen Impressionen

In diesem Szenario ist die Anzeigen für den Suchenden relevant und wird oft angeklickt, jedoch wird Potential in der Ausspielung liegen gelassen. Dies kann aufgrund von zu tiefen Geboten oder limitiertem Budget liegen. Hier besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf und die Kampagne, Anzeigen & Budgets müssen überprüfen und optimiert werden.

Tiefer Anteil an möglichen Klicks und hoher Anteil an möglichen Impressionen

In diesem Fall wird die Anzeige oft ausgespielt, es wird jedoch viel Potential bei den möglichen Klicks liegen gelassen. Dies kann auf schlechter Anzeigen mit tiefem Qualitätsfaktor, fehlender Relevanz oder ungenügender Keyword Definition zurückgeführt werden. Hier sollte die entsprechende Kampagne im Detail angeschaut und optimiert werden. Ebenfalls eignet sich in diesem Fall ein Splitt Test zur Optimierung der Anzeigen und dem Qualitätsfaktor.

Tiefer Anteil an möglichen Klicks und tiefer Anteil an möglichen Impressionen

In diesem Fall sind die Anzeigen ebenfalls nicht relevant für den Nutzer und die Anzeigen werden nur noch sporadisch ausgespielt. Auch in diesem Fall kann das an ungenügender Anzeigenqualität, schlechten Zielseiten oder nicht optimalen Keyword Definitionen liegen. Klassisches Beispiel: Sie bieten auf das Keyword Auto mit der Zielseite einer Auto Reparatur. Weil der Nutzer für den Suchbegriff Auto in der Regel ein Auto anstelle einer Reparatur sucht, klicken die Suchenden nicht und die Anzeigenrelevanz ist nicht gegeben. Der daraus resultierende Qualitätsfaktor ist tief und Google wird Ihre Anzeigen immer seltener bis gar nicht mehr ausspielen. In diesem Fall sollte die Kampagnenstruktur, Keyword Definition und Zielseite überarbeitet werden.

Zusammenfassung

Der neue Messwert „Anzahl möglicher Klicks“ ermöglicht einen Vergleich mit bestehenden Messwerten und kann zur Optimierung verwendet werden. In den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie relevant die von Google gelieferten Daten zur Optimierung sind.

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