In Google Ads gibt es fast unlimitierte Möglichkeiten um wichtige Conversions und Kennzahlen zu messen. Das Problem sind nicht die Möglichkeiten welche Google Ads bietet, sondern diese Möglichkeiten richtig zu nutzen und die Daten zu filtern welche wirklich benötigt werden.

Im folgenden Artikel helfen wir Ihnen, welche Messwerte wichtig sind und auf jeden Fall getrackt sowie ausgewertet werden müssen.

1. Umsatz

Der Umsatz ist wohl eine der wichtigsten Kennzahl für jedes Geschäft. Es ist der Wert welcher am Ende vom Tag über Erfolg oder Misserfolg für Ihr Unternehmen entscheidet.

Der Umsatz ist der gemeinsame Nenner, der Vertriebs- und Marketingteams zusammenhält.

Wie messen:

Um den Umsatz zu messen können Sie in Google Ads ein Conversion Tracking aufsetzen.

2. Conversion Rate

Die Conversion Rate ist die Anzahl Abschlüsse oder Leads durch die Besucherzahl. Desto höher die Conversion Rate, desto besser funktionieren Ihre Marketing Massnahmen.

Die Firma WordStream hat eine Studie veröffentlicht, bei der die durchschnittliche Conversion Rate über alle Branchen ermittelt wurde. Die durchschnittliche Conversion Rate beläuft sich demnach auf 2.7% bei Search Kampagnen von Google Ads.

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Studie WordStream.comDie Conversion Rate wird oft mit der sogenannten Conversion Rate Optimierung verbunden welche das Ziel hat, diese Rate zu erhöhen. Dies kann mittels A/B Test oder ähnlichen Tests erwirkt werden.

Wie messen:

Die Conversion Rate kann mit einer einfachen Formel berechnet werden.

Conversion Rate = (conversions / besucher) * 100%

Bei 10’000 Besuchern und 200 Conversions wäre die Conversion Rate z.B. bei 2%. In Google Ads kann dazu einfach die Spalte „Con.- Rate“ eingefügt werden.

3. Store Visits

Wenn Besuche an Ihren Standorten wie Hotels, Autohäusern, Restaurants und Filialen wichtig für Ihr Unternehmen sind, können Sie anhand der Conversions in Form von Ladenbesuchen ermitteln, wie sich Anzeigenklicks und sichtbare Impressionen auf die Besuche in Ihrem Geschäft auswirken. Diese Store Visits sind aber aktuell noch nicht komplett ausgerollt und nur für bestimmte Werbetreibende verfügbar.

Google definiert dafür folgende Voraussetzungen:

Conversions in Form von Ladenbesuchen sind nicht für alle Werbetreibenden verfügbar, die Google Ads nutzen. Sie müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Mehrere Geschäftsstandorte in qualifizierten Ländern: Fragen Sie Ihren Kundenbetreuer, ob Conversions in Form von Ladenbesuchen in Ihrer Region verfügbar sind
  • Mehrere Tausend Anzeigenklicks und sichtbare Impressionen
  • Google My Business-Konto, das mit Ihrem Google Ads-Konto verknüpft ist
  • Erstellung aller Ihrer Standorte in Ihrem Google My Business-Konto
  • Bestätigung von mindestens 90 % der verknüpften Standorte in Google My Business
  • Standorterweiterungen in Ihrem Konto aktiviert
  • Genügend Daten zu Ladenbesuchen auf dem Back-End, um diese den Klicks auf Ihre Anzeigen oder den sichtbaren Impressionen zuzuordnen, und Einhaltung der Datenschutzschwellenwerte

Wie messen:

In der Google Ads Spaltenübersicht finden Sie die Store Visits unter „Alle Conversions“.

4. Durchschnittlicher Bestellwert

Der durchschnittliche Bestellwert ist der durchschnittliche Umsatz pro Bestellung – nicht pro Besucher! Dieser Wert sollte wie die Conversion Rate laufend im Auge behalten werden. Die Auswirkung ist ähnlich gross und es spielt eine grosse Rolle, ob 5x für CHF 100.- oder 3x für CHF 200.- eingekauft wird. Der durchschnittliche Bestellwert kann zum Beispiel mit konsequentem und intelligentem Up- oder Crosselling erhöht werden.

Wie messen:

Auch hier gibt es eine einfache Formel:

Umsatz / Anzahl Conversions = durchschnittlicher Bestellwert

5. KUR

KUR steht für Kosten Umsatz Relation. Es gibt Einblick in das Ausgaben / Einnahmen Verhältnis. Wenn sie X für diese Werbekampagne ausgeben, dann erhalten Sie X zurück in Form von Umsatz.

Wie messen:

Die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) berechnet sich, indem man Kosten durch Einnahmen teilt: Kosten/Einnahmen * 100. Die KUR stellt eine massgebliche Optimierungsgrösse für Online Marketing Massnahmen dar.

Wenn Sie also CHF 1000.- ausgeben und damit CHF 10’000 Umsatz erzielen, liegt Ihre KUR bei 10%.

In Google Ads können Sie für die Berechnung der KUR eine benutzerdefinierte Spalte mit der Formel hinzufügen.

6. Anteil an möglichen Impressions – Impression Share (IS)

Der Anteil an möglichen Impressions stellt ebenfalls eine wichtige Kennzahl in Google Ads dar. Damit können Sie ermittelt, wie oft Ihre Anzeige zu den gewünschten Suchbegriffen in Google Search oder Shopping ausgespielt wurden. Dies ist eine wichtige Kennzahl wenn es um die Sichtbarkeit gegeben über Ihren Mitbewerber und um das Thema Marktanteile geht. Mit diesen Daten lässt sich gut veranschaulichen, ob Sie mit einem höheren Gebot oder Budget mehr potenzielle Kunden erreichen könnten.

In die Berechnung möglicher Impressionen fliessen viele Faktoren ein, darunter Ausrichtungseinstellungen, Freigabestatus und Qualität. Daten zum Anteil an möglichen Impressionen sind für Kampagnen, Anzeigengruppen, Produktgruppen (für Shopping-Kampagnen) und Keywords verfügbar.

Wie messen:

Die Formel zur Berechnung lautet: Anteil an möglichen Impressionen = Impressionen / mögliche Impressionen insgesamt

Aber auch hier gibt es in Google Ads bereits eine vordefinierte Spalte welche Sie unter „Wettbewerbsmesswerte“ finden können.

7. Erzielte Leads

Lead-Generierung ist, wenn Sie potenzielle Nutzer, die an Ihrem Unternehmen interessiert sind, gewinnen und zu Fans umwandeln. Ein Lead beginnt zu Beginn der Reise eines Käufers und kann z.B. eine klassische Anmeldung zum Newsletter oder ausfüllen eines Kontaktformulars sein.

Wie messen:

Leads können entweder via Google Analytics in Google Ads importiert werden, oder es können separate Convesion Tracking Tags für Google Ads aufgesetzt werden. Bei reinen „Lead“ basierten Webseiten kann es durchaus Sinn machen, diesen Leads Umsatzwerte zuzuweisen. Damit können dann auch für Lead Kampagnen die Smart Bidding Optionen (z.B. CPA oder ROAS) genutzt werden.

8. Qualitätsfasktor Keywords in Google Ads

Der Qualitätsfaktor ist eine Schätzung der Qualität Ihrer Anzeigen, Keywords und Zielseiten. Qualitativ hochwertigere Anzeigen sind meist mit geringeren Kosten und einer höheren Anzeigenposition verbunden.

  • Ihr Qualitätsfaktor (auf einer Skala von 1 bis 10) und die zugehörigen Komponenten (erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit Zielseite) werden im Feld „Keyword-Analyse“ Ihres Kontos angezeigt
  • Je relevanter Ihre Anzeigen und Zielseiten für den Nutzer sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein höherer Qualitätsfaktor erreicht wird
  • Der Qualitätsfaktor ist eine Schätzung der Gesamtleistung in Anzeigenauktionen und wird in der Auktion nicht zur Bestimmung des Anzeigenrangs verwendet

Wie messen:

Der Qualitätsfaktor wird auf Keyword-Ebene angezeigt. Er kann hauptsächlich durch die Optimierung von Anzeigen, Keywords und Landing Page verbessert werden.

9. Anzeigenerweiterungen

Mit Anzeigenerweiterungen stellen Sie zusätzliche Informationen bereit. Zudem können Nutzer Aktionen direkt in den Suchergebnissen ausführen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, um Ihre Erweiterungen so ansprechend wie möglich zu gestalten. Sie sollten Ihre Anzeigenerweiterungen aber regelmässig überprüfen und entsprechen optimieren.

Folgende Anzeigenerweiterung gibt es:

  • Sitelink-Erweiterungen
  • Anruferweiterungen
  • Erweiterungen mit Zusatzinformationen
  • Snippet-Erweiterungen
  • Standorterweiterungen
  • App-Erweiterungen
  • Erweiterungen mit Verkäuferbewertungen
  • Dynamische Snippet-Erweiterungen

Wie messen:

Die Leistung von Anzeigenerweiterungen können auf Konto- oder Kampagnenebene im Bericht „Anzeigen und Erweiterungen“ gemessen werden.

10. Click Through Rate (Klickrate)

Die Klickrate berechnet sich aus der Anzahl der Klicks auf Werbeflächen im Verhältnis zu den gesamt gelieferten Ad Impressions. Dieser Wert wird benötigt, um ein Gefühl für die Relevanz Ihrer Anzeigen zu erhalten. Bei Kampagnen mit tiefen Klickraten sollte die Zielgruppe, Anzeigengestaltung und Keyword Wahl überprüft und optimiert werden.

Wie messen: 

Die Klickrate ergibt sich aus der Anzahl von Klicks auf Ihre Anzeige geteilt durch die Anzahl der Anzeigenschaltungen. 5 Klicks und 1.000  Impressionen entsprechen beispielsweise einer Klickrate von 0,5 %.

Auch hier gibt es eine vordefinierte Spalte in Google Ads welche Sie über das Spaltenmenü hinzufügen können.

 

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